Mit beiden Beinen im Leben
Der Name Heavenward dürfte einigen Bangern bekannt sein. Die Band, in deren Ur-Besetzung 1986 noch ein gewisser Thomas Strauch (heute Blind Guardian) trommelte, veröffentlichte Anfang der Neunziger zwei Scheiben, die vor allem im asiatischen Raum auf gute Resonanz stießen. Nach dem Release des zweiten Albums „A Future Worth Talking About“ spielte die Truppe sogar auf dem Wacken Open Air.

Inzwischen ist die Zeit reif für einen Neuanfang. Keyboarder Marco Grasshoff schätzt die momentane Situation für „Newcomer“ aber durchaus realistisch ein.

>>Grundsätzlich sieht es zurzeit schwierig aus. Der Markt ist übersät mit Neuerscheinungen – darunter sind natürlich gute, aber auch viele schlechte. Es ist schwierig für Newcomerbands, überhaupt einen Plattendeal und dazu noch die nötige Werbung zu bekommen. Die ist vor allem wichtig, um gute Verkaufszahlen zu erreichen, damit man nicht direkt wieder von der Plattenfirma abgesägt wird.<<

Trotz der widrigen Umstände ist man im Camp der Power Metaller durchaus optimistisch, was das Jahr 2003 betrifft.

>>In den letzten 10 Monaten waren wir damit beschäftigt, unser Bandstudio einzurichten. Was Gigs angeht, befinden wir uns noch in der Planungsphase. Guido schraubt hauptberuflich bei `ner Autofirma, Oliver ist Meister in einer Weberei, Rippel jobbt im Straßenbau, Stefan ist Erzieher in einem Kinderheim, und ich studiere Informatik. Unser Hobby könnt ihr euch in den CD-Player schieben<<

Alle Bandmitglieder stehen also durchaus mit beiden Beinen im Leben. Das spiegelt sich auch in den Texten wider.

>>Unsere Lyrics sind ehrlich und aus dem Alltag gegriffen. ‚Ballad Of A Low Man’ erzählt von einer Person, die ihre Ziele aus den Augen verloren hat. Dadurch wendet sich ihr Umfeld ab. Die Person erntet zunächst Hass, der später in Mitleid umschlägt.<<
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...............................(Interview: MIKE BORRINK)

Unerhört-Cd Release
Rockhard Nr.188

January 15th, 2003


































HEAVENWARD A Future Worth Talking About?

Review aus Rock Hard Ausgabe 68
HEAVENWARD aus Duisburg legen an dieser Stelle bereits ihr zweites Album vor. Die Band ist im melodischen Speed-Metal verwurzelt, muß sich insofern natürlich mit nationalen Größen wie Helloween oder Blind Guardian vergleichen lassen, und da schneiden die Jungs gar nicht so schlecht ab. Zwar setzt man überwiegend auf schnelle Parts, aber speziell, wenn man melodischere Töne ('The Final Curtain') oder gar balladesken Stoff bietet ('Not Forgotten'), weiß man zu überzeugen. Auch die Einstreuung von Akustik-Parts (wie bei 'Watch Out, Cry Out') sorgt für Abwechslung. Die Gitarrenarbeit von Andreas Rippelmeier zieht sich ebenso gut aus der Affäre wie der kraftvolle Gesang von Stefan Kessel. Insgesamt gesehen ist "A Future Worth Talking About?" ein erfreuliches teutonisches Produkt, das seine Herkunft nicht verhehlt und daher speziell auf dem japanischen Markt riesige Chancen haben dürfte. Aber auch bei uns sollten HEAVENWARD mit dieser Scheibe eine feste Anhängerschaft erringen können. Knappe acht Punkte.
FRANK TROJAN
Note 8

HEAVENWARD Within These Dreams

Review aus Rock Hard Ausgabe 53
Die Krefelder Formation HEAVENWARD konnte bereits im Demostadium überschwengliche Kritiken einfahren und veröffentlicht dieser Tage ihr LP-Debüt über D&S Recordings. Stilistisch orientiert man sich an Bands wie Crimson Glory (vor ihrer dritten Scheibe), Blind Guardian oder Fates Warning. Energischer Speed Metal mit deutlichen Progressiv-Einflüssen, viel Melodie und einer ausgefeilten Instrumentierung ist angesagt, und die saubere, kraftvolle Produktion tut ein übriges, damit das Gesamtresultat stimmt. Geschmackssache dagegen ist der hohe, klare Gesang, den manche Hörer vielleicht als zu aufdringlich empfinden (Parallele: Jester's March). Mir persönlich gefällt's ausgesprochen gut, denn die Stimme ist weder zu dünn noch zu monoton. Acht dicke Punkte gehen in Ordnung.
Götz Kühnemund
Note 8